Prophet of Pain - Prophecy I 29.12.2019 - von Simi Dörig

Mit ihrer ersten Prophezeiung, beginnt diese bayrische Death/Thrash/Black Metal Band ihre Reise.

Album Cover

Prophet of Pain bestehen aus 4 Jungs und einem Mädel, die sich alle um die Ortschaften Eichstätt und Ingolstadt finden lassen, was ungefähr in der Mitte zwischen Nürnberg und München ist.

Phil an den Vocals, Heiko an der Lead Gitarre, Maik am Bass, Hannes an den Drums und Jacky als weibliche Rhythmus Gitarre, haben sich im Jahr 2016 geformt und spielen einen Mix aus Trash, Death Metal mit gut hörbaren Black Elementen.
Ich selbst habe sie per Zufall Anfang 2018 kennen gelernt, als sie bei mir um die Ecke als Vorband von Welicoruss aufgetreten sind, dessen Review ihr bei uns Nachlesen könnt.

Jetzt erschien im Oktober endlich ihre Demo Prophecy I, mit der sie genau dort einschlagen, wo sie mich vor 2 Jahren schon so überzeugt haben. Von den damals 7 Songs haben es 3 Stück auf die Scheibe geschafft, welche wir uns jetzt mal einzeln vornehmen können.

1. Terror in your head
Nach guten 30sek Gitarren Grind Intro, startet der Track gleich mit einem lauten PAIN!
Der Song handelt vom Terror im Kopf, also psychologischem Schmerz und kommt daher auch gleich finster daher:
In den Strophen Pein, Suizid und Blut aus Pulsadern. Im Refrain und der Bridge die Stimme des Widerstandes und der Selbsterhaltung, nicht nur musikalisch eine harte Kost zum Anfang.

2. Deathguard
Härter und energischer präsentiert sich dann die Todesgarde, welche mit mehr Death Metal aufwartet.
Auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass die Deathguard die fiktive Elite Legion ihres Todes-Maskottchens ist, welche auf die Erde geschickt wird um die Welt bzw. Natur vor der Plage Menschheit zu retten. Also eigentlich ein klassischer Naturschutz Song mit dem neuen Anfang ohne Umweltverschmutzung, einfach in ein härteres Gewand verpackt.
Der schnellste Track des Albums wechselt wieder zwischen Riffs, Growls und teils Screams ab, bleibt im Gesang jedoch ein wenig unverständlich (wenn man nicht die Lyrics hat).

3. God is Satan
Auch schon damals für das Highlight am Konzert, kommt das Beste ja stets zum Schluss.
Jetzt mehr im Black Metal Bereich gelegen, wird das Tempo gedrosselt und wirkt teils schon fast melodisch im Gegensatz zu den zwei anderen Songs. Hart und finster bleibst es trotzdem, wird jedoch auch mit dem einen oder anderen Gitarrensolo aufgelockert.
Ein Christen-kritisches Lied, welches Gott wortwörtlich mit Satan gleich setzt und auf diverse Stellen der Bibel oder der Kirche hinweist, bei welche der Herr als ein rachesüchtiger Sklaventreiber auftritt.

Passend dazu finde ich die Stelle während des Bass Solos:

And if he doesn’t like those bitches, Hunt them (and) call `em... WITCHES

Fazit
Prophet of Pain liefern mit ihrer Demo ein Solides Grundwerk ihres Stils ab, welches nicht umsonst Prophecy I heisst und auf einen Teil II hoffen lässt.
Düster irgendwo zwischen Trash, Death und Black Einzuordnen, liefern sie textlich wie auch Musikalisch hartes Zeug und bekommen von mir für diese 3 Songs 8/10 Propheten.

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