AAARGH Festival in Leutkirch 20-22. Juni 2019 19.04.2019 - von Simi Dörig

I bin emol im Allgei gwäa. Statt Kiah han i lauter Lang-haarige gsäa Da war mir klar i bin aufm Aaargh. Griane Wiesa Idylle pur, nette Leid, jetzt fehlt mir nur was jeder mag… Bier auf dem AAARGH!

+++Silverbacks öf Death+++

Seit 2015 gehört das Aaargh Festival zu meinen Highlights im Jahr: Eine gute Abwechslung an Metal Genres, epische Headliner wie auch Newcomer zu entdecken die in einen muckeligen Bauernhof ins malerischen Allgäu verfrachtet wurden.
Weit entfernt von riesigen Festivals mit LineUp Stress, ewigen Laufwegen und langen Wartezeiten, wartet diese kleine Landperle mit einem kompakten Gelände und einer familiären Stimmung auf, dies alles sowohl im Ticket, wie auch der Verpflegung zu einem bemerkenswert günstigen Preis.

Das Festival Gelände

Das Aaargh findet auf einem Bauernhof neben der Ortschaft Leutkrich im Allgäu statt und ist vom Dreiländer Eck D/CH/AT nur eine kurze Autobahnfahrt und ein paar Minuten Landweg entfernt.
Sowohl gut ausgeschildert, wie auch exakt auf Google Maps markiert, findet man den kleinen Weg zum Eingang ziemlich schnell und wird nach einem kleinen Ticket Check direkt auf die Wiese hinter dem Hof geleitet und eingewiesen.

Schon hier sollte einem aufgefallen sein, wie klein das ganze Festival ist und auch wenn man zu hinterst einquartiert wurde, kann man ohne Probleme 10min vor einer Band aus dem Zelt stolpern und ist trotzdem noch pünktlich mit frischem Bier in der Hand vor der Bühne. Ich erinnere mich da verschwommen an einen verpennten Samstag Morgen 2016.

Trotzdem ist alles vorhanden was man für das Camping benötigt:
Richtung Bühne sind Klowagen sowie eine kleine Duschkabine aufgestellt, die passend zum Ambiente wie ein junger Bergquell ist: also scheisse Kalt und ohne Druck. Doch es reicht komplett um sich das Nachtblut des letzten Abends aus dem Bart zu wasche. (Ja der Wortwitz war schlecht)
Doch schon alleine der Duschkopf und die Plantsch Badewanne bei heissen Tagen sind ein Luxus der nicht jedes Event zu bieten hat.
Zudem würde im Frühjahr 2018 noch extra eine Leitung quer durch die Wiese gebuddelt, um weiter hinten zwei weitere Klowagen sowie eine Wasserstelle aufstellen zu können. Somit sollte es jedem möglich sein sich innert weniger Minuten erleichtern zu können, Notfalls kann man sich auch die leichte Senke zum Bach hinab rollen lassen, sollte sich dann aber auch nicht wundern wenn nicht nur Morgentau in den Haaren klebt.
So gut wie Nahtlos gelangt man dann auf das Gelände selbst, dass ziemlich Übersichtlich ist, jedoch genau das richtige Angebot zu bieten hat.
Eher vor Wind und Wetter geschützt befinden sich neben der Kasse gleich die Merch Stände der Bands, zusammen mit ein paar Reihen Festgarnitur und der gut ausgebauten Bar, zu der später ausführlich mehr.

Auch die Bühne selbst ist Überdacht, lässt sich direkt frontal oder von weiteren Festbänken unter freiem Himmel, von der Seite aus betrachten.
Dort gibt es dann auch gleich den Imbiss Stand sowie letztes Jahr eine kleine Cocktail Bar, den Grillplatz für das Schweinchen und zu guter jetzt das Örtchen um sich dem ganzen dann wieder gut verdaut zu entledigen.

Verpflegung

Diesen Winter fiel mir auf, das dass Aaargh Festivals die Grössten und Günstigsten von allen meinen Festivals hat… also Bier Becher. Einen 5dl Bierbecher für 3.5Euro findet man sonst eher ziemlich selten, ich konnte da dem Veranstalter Alfred Huber sogar ein kleines Zitat auf Facebook entlocken:

Absolute Win win Situation. Bier günstig machen = Leute Glücklich = Trinken mehr = höherer Umsatz = Brauerei Glücklich...etc etc....

Auch sonst ist das Angebot an der Bar vielfältig und Preiswert, vom Met pur oder gemischt mit Bier, über Schnapes, bis hin zu Softgetränken und grosszügigen „Guten Morgen Kater“ Kaffee Portionen, findet jeder Metalhead was er braucht.
Da man sich ja nicht nur flüssig Ernähren kann oder wenigstens nicht sollte, bietet einem der Imbiss Wagen diverse Leckereien für einen guten Boden an, inkl. Frühstück am Morgen. Vor allem die Kässpätzle sind sehr leckere und sättigende Portionen, dazu Samstags noch Spanferkel wenn ich dieses Jahr hoffentlich daran denke. (Was ich schon die letzten zwei Berichte geschrieben habe)

Bezahlt wird das ganze durch Stempelkarten, die ihr an der Hauptkasse erhaltet und die Rest Beträge entweder Sonntags noch zurück erhaltet oder für einen guten Zweck den Drachenkindern zukommen lassen könnt.
Diese Karten enhalten als Backprint dann praktischerweise auch gleich noch die komplette Running Order des Festivals.

Alternativ gibt es natürlich auch die Option sich im Camp zu Ernähren, denn mal abgesehen vom Glasverbot sind dort nicht wirklich Grenzen gesetzt, lest dazu trotzdem noch das Festival ABC durch. Einen Laden für Nachschub gibt es zwar dort draussen in Kakau nicht, jedoch war Vorbereitung schon immer der halbe Krieg.

Bands

Wie schon erwähnt birgt das Aaargh immer ein paar richtig geile Headliner, wollen aber schon getreu ihrem Motto den Metal im Allgäu (sehr erfolgreich) Wiederzubeleben, vor allem Newcomern und unbekannteren Bands eine Bühne bieten.

Die Mischung reicht dabei von Thrash über Heavy, bis hin zu Death, Pagan, Black und Core Metal Bands und ab und zu verschippert sich sogar noch eine Pirate auf die 650müM.
Durch nur eine eher kleinere Bühne muss man bei diesem gemütlichen Festival auch nicht im Stress versinken und kann die Band von jeder Position aus gut sehen. Da die Running Order bereits schon steht, gehen wir die einzelnen Künstler gleich der Reihenfolge durch.

Vergebt mir einfach wenn ich nicht bei jeder Band gleich viele Infos zusammen tragen kann und bei meinen Favoriten ein wenig über die Stränge schlage.

Donnerstag

S.C.U.T 17-17.45Uhr
Zum Start des Festivals gibt es mit dem „Snuff Cleaning Up Team“ eine Tech Death Metal Band aus dem nahen Ravensburg. Die Band hat sich aus den Überresten der Metalcore Band Stitch zusammen gesetzte, spielen seit 2014 in einer stabilen Formation und haben Februar 2017 ihr Debüt Album heraus gebracht.
Dieses könnt ihr euch sogar auf YouTube komplett anhören!



Skeleton Pit 18.15-19Uhr
Hier gibt es Old School Thrash Metal, die auch ein wenig aus einer alten Band, namentlich „Pissdoll“ auferstanden ist.
Seit 2014 also als Skeleton Pit unterwegs, konnten auch schon als Vorprogramm der ebenfalls anwesenden Tankard aufspielen und ihr Musik Video Spreading the Virus gibt einiges her!



Darkfall 19.30-20.30Uhr
Nach den zwei Opener „Jungspunden“ liefern Darkfall aus Österreich mit bald 25 Jahren Bandbestehen eine Thrash Death Mischung ab, die aus ganzen 8 Studio Alben schöpfen kann.
Da sie 2018 kurzfristig Absagen mussten, holen sie ihr Konzert also jetzt nach und nach einer halben Stunde Probehören, werden sie bei mir definitiv auf der Watch List landen.



Evertale 21-22Uhr
Leider mussten auch Evertale letztes Jahr eine Absage erteilen, genauer gesagt ihrem München Gig auf der Korpiklaani Tour von 2018, bei dem ich sie gerne gesehen hätte. Doch auch so konnten sie schon andere Grössen Supporten. wie letzten Herbst Van Canto auf ihrer Tour.
Um mich ein wenig einzulesen bin ich auf den Review unserer Kollegen von MetalInside gestossen, genauer gesagt dem Album gekritzel meines Kumpels Dutti, den ich hier einfach mal dreist Zitiere:
„Für «The Great Brotherwar» haben sich die vier Jungs von diversen Rollen- und Computerspielen wie «Skyrim», «Dragon Age» oder «Warhammer 40.000» inspirieren lassen.“
Da horcht der alte Wh40k Veteran in mir natürlich gleich auf, es ist jetzt schon klar dass ich mir eine weitere Band auf meine Album Shopping Liste setzten kann.
Eigentlich wundert es mich dass ich da sonst immer nur Bolt Thrower und Debauchery in die Richtung verbinde, doch ich schweife in meine SciFi Geschichten hab.
Auch sonst bietet die Band epische Geschichten aus Schlachten, Krieg und Sagen, eigentlich alles was eine Power Metal Band braucht und für mich das Donnerstag Highlight.



Revel in Flesh 22.30-0Uhr
Zum „Ausklingen“ des Abends gibt es noch mal gehörig düsteren Death Metal vorgebrettert.
Finstere Texte, unheiliger Sound und das grausige auftreten jeglicher Grafiken werden die Jungs aus dem Schwäbisch Gmünd so manch einem Konzertbesucher noch Albträume mit ins Zelt geben.
Material dazu haben sie ja genug, nachdem 2017 das vierte Album heraus kam, wurden so nebenbei auch noch mehrere Split CDs produziert.

Freitag

Helgrindur 15-15.45Uhr
Freitags starten wir am frühen Nachmittag passen mit Pagan Metal aus dem Bergischen Land! Gegründet als (zugegeben fantasieloses) Samhain wurde bald darauf der neue Name gefunden und 2013 das erste Album Von Einst heraus gegeben. Man hört auch definitiv die Black/Death Einflüsse heraus und ich werde meinen Arsch schon nach Geländeöffnung vor die Bühne schieben bzw. auch eine CD einstecken müssen.



All We Know 16.15-17Uhr
Weiter geht es mit Modern Modern Melodic Death Metal aus der Umgebung Darmstadt.
Die sieben Jungs mit fast 10 Jahren Band bestehen können auf 3 Alben sowie eine bald erscheinende „BestOf“ Vinyl Platte Blicken, die beim Anhören einen frischen Mix aus Growls und klarem Gesang zu bieten haben.



Insanity Alert 17.30-18.30Uhr
Die Beschreibung Crossover Party Thrash lässt schon einmal sehr viel Spielraum übrig, den die Tiroler auch sehr ausnutzen: Vor allem Old-School Fans werden bei ihnen auf die Kosten kommen.
Mit 666-Pack erschien dieses Jahr auch schon ihr drittes Album und lädt mit einer Mischung aus Party, Thrash und Spass zum Moshpit ein.



Obscurity 19-20Uhr
Berge Romerijke! schallt es aus Nordrhein-Westfalen, die Viking/Black Metal Jungs aus dem Bergischen Land kommen nach dem Paganfest 2015 endlich wieder einmal in den Süden.
Eine der ersten angekündigten Bands und mein Highlight auf dem Aaargh 2019, komme ich leider zu selten in den Genuss der geballten Bergischen Hammer Kraft. Der grosse Durchbruch gelang der Band eben genau mit diesem Lied bzw. dem Tenkterra Album von 2010, obwohl sie mit Varar und Schlachten & Legenden schon epische Scheiben vorgelegt haben. Angetan hatten es mir damals vor allem die Varusschlacht, Wer Wind Säht… und Keldagau, nebst anderen Geschichten und der immer leicht oder direkt präsenten Abneigung der Kirche.

Mit Obscurity (2012) wurde der Erfolgszug der Band weiter geführt und auch reichlich Bühnenauftritte in eher nördlichen Gegenden Deutschlands hingelegt. Die Mischung aus Death sowie Black Elementen, gepaart mit Liedern mit teilweise Historischen, wie auch Mythischen Texten machen den grossen Reiz dieser Truppe aus.
Auch das frostige Vintar und die neu geschmiedete Streitmacht haben es axtdick hinter dem Rammbock und auch dem letzten sollte der Bass durch Mark und Bein fahren, wenn das Löwenbanner gehisst wird und es erschallt:
"Was erklingt in Herz und Verstand? Bergischer Hammer, Bergisches Land!"
kleinSimiimhyperFanWikingerModus



Milking the Goatmachine 20.30-21.30Uhr
Odin jetzt muss ich halt doch nochmals auf der Homepage nachschauen, schon die entzifferungs Versuche von Milking the Goatmachine… wartet mal die kenne ich doch.
2012 noch verhältnismässig unbekannt aus dem Rock the Hell gesehen, hat sich die Band von der Goat Growl Spass Cover Band eigentlich nicht gross verändert. Die meisten Videos aus YouTube stammen noch aus der abgeziegten Cover Zeit, während die neueren Alben eher weiter unten zu finden sind.
Wer die eher abgefahrenen Ziegenköpfe feiert wird definitiv seinen Spass haben, für mich riecht das Core gegrowle noch wie ein halb durchgeschmorter Ziegenbraten, den Gorgoroth immer noch durchopfern würde.


Helrunar 22.15-23.45Uhr
Die finstere Nacht wird mit Helrunar also „Die mit Hel raunen“ eingeleitet. Feinster, epischer Pagan Metal mit finsteren Black Metal Elementen, hat dieser Band nicht umsonst einen legendären Namen in der Szene beschert.
Seit 2001 aus der Gegend Osnabrück stammend, wurden mehrere Alben, EPs und Splits veröffentlicht die vor allem tiefgründig und teils melancholisch wenn auch trotzig von der Nordischen Mythologie und der Natur berichten.
Zieht eure Felle enger, wärmt euer Gemüt an den Getränken und bereitet euch auf einen kalten Schauer vor, der trotz dem (hoffentlich) guten Wetter werden eure Gebeine zum frösteln beginnen.



Lagerstein 00.15-1Uhr
Oh Götter… oh Götter… ich habe in meiner langen Metal/Mittelalter Karriere schon einiges auf der Bühne gesehen:
Epische Schaukämpfe, durchgeknallte Gossen Säufer, Pulveraffen, Mord und Totschlag, Mosh Pit anzettelnde Goblins und vieles mehr doch auf diesen Abend in der Met Bar Lenzburg konnte mich wenig Vorbereiten.
Im Herbst 2017 wollte ich mal wieder meine Kollegin mit ihrer Band Infinitas Live sehen, da ich die auch anwesenden The Privateer schon vom Aaargh 2015 kannte, schien mir das ein angenehmer Abend zu werden.
Doch schon als komisch angetrunkene Gestalten während der Vorbands auf die Bühne kamen, um den jeweiligen Musikern eine Dose Bier per Trichter reinzustopfen, dämmerte es mir langsam dass die (mir noch) unbekannte Hauptband ein wenig ausarten könnte.

Frisch als Ersatz für Jasmund aus Australien eingeschippert, bringt Captain Gregarrr auf seiner S.S. Plunderberg eine Piraten Party mit die ihr euch einfach gegeben haben müsst, auch wenn das Erinnerungsvermögen mit jedem Song schwinden wird.
Mit Rum im Bier, Bier im Rum und das ganze direkt aus dem Stiefel gesoffen (Odin das machen sie wirklich, Live, mehrmals), werden euch Lagerstein aus sicher zwei, bis dahin hoffentlich drei Alben Piraten Party Sauf Metal Sound liefern.
Geniale Shows, Bier trichtern, das einbinden der Zuschauern, Bier Trinken, epische Lieder wie auch Ballenden, Rum, gemeinsam Bier trinken… habe ich den Alkohol Konsum der Band schon erwähnt?
Für mich definitiv eine der drei Hauptbands auf dem Aaargh, ich muss nur noch irgendwie meine Piraten Haken-Bier Hand am Eingang vorbei bringen.
Und natürlich nach dem Wahnsinn und dem obligatorischen Anstossen mit der Band am Merch Stand, noch irgendwie ins Zelt kommen, mir schwant Böses für den nächsten Morgen.

Samstag

The Phobos Ensemble 12.45-13.30Uhr
Mit einem ziemlich frischen (10.4.19) Musik Video wird uns diese Death Metal geprägte Band am Samstag den Opener machen. Mit Fairytales gone Evil haben sie letztes Jahr ihr zweites Album abgeliefert und obwohl ihre Facebook Seite eher spärlich mit Infos gesät ist, findet sich doch ein Interessantes Review ihrer CD auf Metal.de. Abgedrehte Death Metal Märchen, das kann ja noch Heiter werden zur frühen Mittags Stunde.



Scarsign 14-14.45Uhr
Eher gemütlich geht es dann mit Modern Groove Metal weiter. Obwohl die Band nur zwei Demo Songs vorweisen kann, wurden sie schon mit grössen wie Fear Factory auf eine Bühne gestellt und auch das Summer Breeze hat ihr Liedergut schon verwendet. Man darf als gespannt sein was diese Newcomer Senkrechtstarter zu bieten haben.



Free Section 15.15-16Uhr
Ich will jetzt nicht Weich sagen, aber neben den ganzen Metal Bands wirken Free Section mit ihrem Rock eher wie ein Kätzchen im Löwen Rudel. Doch auch so kann man Klasse haben und Stücke von Papa Roach oder Linkin Park zum besten geben. Wenn die Veranstalter vom Aaargh innerhalb einen Auftrittes überzeugt werden können, eine Cover Band aus ihrer Nachbarschaft vom Dead Legions Rising auf ihr Festival zu „verschleppen“, werde ich da bestimmt mal vor der Bühne stehen und mir meine Meinung dazu bilden.



Battlesword 16.30-17.15Uhr
Das erste Probehören klingt nach dem mittelfrühen (ja ein neues Wort) Amon Amarth um Versus the World herum. Auch wie diese bezeichnen sich Battlesword als Melodic Death Metal, jedoch thematisch im Pagan bzw. Wikingerbereich verwurzelt.
Ihre zwei Alben bzw. Failing In Triumph von 2003 und das aktuelle Banners Of Destruction von 2016 werde ich mir hoffentlich am Merch Stand holen können. Zudem muss ich sie mal auf ihr 2008er Demo The 13th Black Crusade anquatschen, der Wh40k Nerd in mir hebt schon wieder seinen Bolter.



Enisum 17.45-16.30Uhr
Bandlogo entziffern, Arpitanian vor dem Black Metal Googeln und in der Zeit mal YouTube laufen lassen.
Schlauer wurde ich durch Google auch nur durch eine gleichnamiges, ethnisches Volk der Westalpen. Die Black Metal Musik im Hintergrund wechselt aber von Melodisch, über Finster bis schon fast zu Genre untypischen Tönen.
Da beide Alben von ihnen auf YouTube geladen wurden, könnt ihr euch gerne einmal selbst eine Meinung bilden, vor allem die Female Vocals machen das Ganze noch ziemlich Interessant.



Gernotshagen 19-20Uhr
"Weltenbrand, kein Mann von euch wird Überleben…"
Wer meine Berichte öfters liest, kann sich hier wieder auf den obligatorischen Bericht einstellen, wie ich die Band seit mehreren Jahren verfolgt habe und immer wieder Konzerte sah, die angekündigt werden aber mind. 6h von mir entfernt sind.
Bis an diesem Schicksalhaften (Donnergrollen für die Atmosphäre) Frühling 2015, als sie das Aaargh Festival geteilt haben. Schon wehmütig habe ich die Lokation bei Google eingegeben, wie viele 100km das diesmal entfernt ist. Doch nach der 90min Fahrt Überraschung bin ich somit das erste mal auf dem Aaargh gelandet und irgendwie stecken geblieben.

Weiter zur Band: Gernotshagen zählen für mich zu den Top 3 des Festivals, ein Auftritt der der jedes mal Episch durch den Pagan/Black Metal Bereich marschiert wird. Von Wintermythen, über Märe aus Wäldernen Hallen bis hin zum Weltenbrand, werden Sage um Sage heraus gedonnert. Auch wenn seit 8 Jahren kein neues Album erschien, wurde letzten Dezember wenigstens schon mal das neue Cover veröffentlicht.
Auch wenn viele die Märe bevorzugen, hat es mir vor allem der Weltenbrand angetan. Nicht umsonst prangert der Text auf der Kriegsbanner meiner Untoten Rüstung oder hat sich eine Zeile unter meine Haut gestochen. Von Kriegshymnen wie Schlachtenbruder, über Warnungen bis hin zu Klageliedern wird es ein verdammt Episches Konzert!
"So ziehen wir im stillen, gemeinsam durch das Leben. Die Banner hoch der Nacht entgegen."



Walking Dead On Broadway 20.30-21.30Uhr
Aus Leipzig wird uns zur PrimeTime eine Deathcore den letzten Abend des Aaargh einheizen. Sich selbst nur als Metal Band bezeichnend sind die Core Einflüsse zwar seit der Gründung ein wenig zurück gegangen, auch Melodisches hat Einzug gefunden doch der Core überwiegt noch.
Ja steinigt mich dafür, ich finde weder auf Facebook viele Infos noch eine Homepage dafür, also will ich das Core Zeug hier nicht unnötig in die Länge ziehen.



Tankard 22.15-23.45Uhr
Nach 4 Jahren versuchen konnte das Aaargh Team Mitte Juli endlich einen Traum verwirklichen, Tankard wurde angekündigt!
Nur 4 Tage später prangerte auch schon das erste, improvisierte Aaargh 2019 Banner mit Tankard auf dem Wohnmobilplatz am Baden in Blut, so gross war die Euphorie.
Auch dort habe ich mich das erste mal (durch die Heimfahrt Nüchtern) in den Genuss des Bierkruges auf der Bühne begeben. Die vier Metal-Maniacs schreddern seit 1982 schon über die Bühnen der Szene und haben sich mit ihrem Erfolg, 17 Studio Alben und dem geilen Baden in Blut Auftritt den Headliner Platz des Festivals verdient!
Es wird ein hartes, episches und teils angetrunkenes Konzert dass die kleine Bühne bestimmt aus allen Nähten platzen lassen wird.



Silverbacks öf Death 00.15-1Uhr
Als Abschluss treten wieder die Lokalmatadore des AAARGH Festivals auf:
Jedes Jahr auf der Bühne und am Bierstand, sind die Silberrücken des Todes eine reine Cover Band, die ihre eigenen Versionen von Holy Diver, Ace of Spades, Iron Fist und anderen Metal Legenden spielen, was verdammt Laune macht. Vor allem wenn man zur sehr später Stunde die Illusion hat, selbst ein wenig gut mitsingen zu können!
Natürlich inklusive der eigens für's Festival umgedichtete „Fear of the Dark“ Version: „Bier aufm Aaargh“ mit dem ich euch schon das Intro dieses Berichts „versüsst“ habe.
Auch 2018 konnte die Band als Abschluss noch einiges an Zeit überziehen, unter anderem Grave Digger, andere Vorbands sowie die Organisatoren für ein letztes Ständchen auf die Bühne zerren!


Vorverkauf 3 Tage für € 46.00

DAS FESTIVAL STEHT KURZ VOR DEM SOLD-OUT

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DIE FESTIVAL SPECIAL SENDUNG FINDET AM 15. MAI 2019, VON 20-22 UHR AUF RADIO HELLVETIA STATT!

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